Als Tagesmutter oder Tagesvater bist du beim Jugendamt gelistet, zusätzlich in der Tagespflegebörse deiner Stadt oder in einem Familienportal. Das ist ein guter Anfang und für viele Familien ist es auch der erste Weg zu dir.
Trotzdem kennst du vielleicht die Situation: Du hast einen freien Betreuungsplatz, aber kaum jemand meldet sich. Und wenn, passt es manchmal nicht, weil nirgends stand, wie du eigentlich arbeitest und was dir wichtig ist.
Infos für Eilige
Was das Jugendamt für dich übernimmt
Der Eintrag beim Jugendamt ist wie ein Platz in einer Vermittlungskartei. Eltern melden sich dort, sagen, was sie brauchen und bekommen Tagespflege-Personen in ihrer Nähe genannt.
Wie das genau abläuft, ist natürlich von Ort zu Ort verschieden. Mal übernimmt das Jugendamt die Vermittlung selbst, mal eine beauftragte Fachvermittlungsstelle oder eine Fachberatung. Manche Kommunen betreiben zusätzlich eine Online-Tagespflegebörse, in der Eltern selbst stöbern können. Wie es bei dir geregelt ist, erfährst du bei deinem zuständigen Jugendamt.
So eine Kartei ist dafür da, dass Eltern schnell einen Überblick bekommen, wer in der Nähe Plätze frei hat. Wie du arbeitest und was dich ausmacht, kann sie nicht zeigen. Und dafür ist sie auch nicht gedacht.
Was ein Familienportal leistet
Ein Familienportal sammelt Betreuungsangebote einer Region auf einer Übersichtsseite. Wer dort sucht, will nicht stöbern, sondern bald einen Platz finden.
Es gibt aber auch hier eine Grenze. Du füllst vorgegebene Felder aus, du stehst neben allen anderen. In welcher Reihenfolge du erscheinst, liegt allein bei der Plattform.
Bis hierher findet man dich, ab hier entscheidet man sich
Der Eintrag sorgt dafür, dass dein Name auftaucht, wenn Eltern suchen. Aber das ist ja nur der erste Schritt. Was danach passiert, liegt außerhalb davon. Denn viele Eltern machen an dieser Stelle das, was wir alle machen. Sie geben den Namen bei Google ein.
Und dann zeigt sich, ob sie etwas über dich finden oder nicht. Steht dort nur dein Karteieintrag, bleibt die Familie mit ihren Fragen allein. Finden Sie deine eigene Webseite, kannst du ihre typischen Fragen beantworten, bevor sie dich überhaupt kontaktiert haben.
Wenn Eltern deine Seite schon vor eurem ersten Telefonat gesehen haben, verändert das oft das Gespräch. Sie haben das Gefühl dich, dein Konzept und den Tagesablauf schon zu kennen und haben ein Bild von deinen Räume vor ihren Augen. Das heißt, sie rufen mit einer sehr realistischen Vorstellung an. Du als Tagesmutter musst dann nicht mehr bei null anfangen und lang und breit erklären, wie du arbeitet oder was dir wichtig ist.
Was passiert, wenn sich das Portal ändert
Dein Platz im Verzeichnis lebt auf einer Plattform, die dir nicht gehört. Wird sie umgebaut oder anders sortiert, bist du darauf angewiesen, dass es für dich gut ausgeht. Deine eigene Seite nimmt dir diese Unsicherheit. Was dort steht und wie du dort wirkst, bleibt in deiner Hand.
Eintrag oder eigener Internetauftritt im direkten Vergleich
| Eintrag beim Jugendamt oder Familienportal | Deine eigene Webseite | |
|---|---|---|
| Was Eltern sehen | Fakten wie Name, Ort, Zeiten | dich, deinen Alltag, deine Räume |
| Wer das Bild bestimmt | die Stelle, die die Liste führt | du ganz allein |
| Finden über Google | Du wirst nur über die Verzeichnisseite gefunden | Du wirst direkt mit deinem Namen und Ort gefunden |
| Sichtbarer werden | Hier hast du keinen Einfluss. Das übernimmt allein die Plattform. | Hier kannst du alles selbst steuern. |
| Fotos und Persönlichkeit | Du kannst du nur eins oder wenige Fotos veröffentlichen. | Hier kannst du dich und deine Räume so individuell und mit so vielen Fotos zeigen, wie du möchtest. |
| Freie Plätze aktualisieren | dauert oft eine Weile | machst du selbst in Sekunden |
| Wenn sich etwas ändert | du meldest es und wartest | du änderst es sofort |
In der Kartei steht, dass es dich gibt und wie viele Stunden du anbietest. Deine Seite zeigt hingegen, warum sich die Familie ausgerechnet bei dir melden soll. Sie beantwortet die Frage, die sich Eltern wirklich stellen: Ist das ein Ort, an dem mein Kind gut aufgehoben ist?
Das heißt nicht, dass die Kartei überflüssig wird. Sie bringt dir die erste Aufmerksamkeit. Ob eine Familie dann bei dir anfragt, entscheidet sich auf deiner eigenen Seite.
Übrigens gibt es noch einen Eintrag, den du selbst in der Hand hast: dein Google-Unternehmensprofil. Und es ergänzt deine Webseite optimal. Wie du damit lokal sichtbar wirst, habe ich hier aufgeschrieben.
Ein Eintrag und deine eigene Webseite sind ein großartiges Team
Der Eintrag beim Jugendamt oder Familienportal führt dazu, dass Eltern deinen Namen finden. Ein Gefühl für dich bekommen sie erst auf deiner eigenen Seite und genau das gibt oft den Ausschlag. Du musst dich also nicht zwischen Eintrag und eigener Seite entscheiden, denn beides zusammen ergänzt sich prima.
Und keine Sorge vor der Technik, falls du jetzt auch gerne eine eigene Webseite haben möchtest. Denn das ist der Teil, vor dem viele zurückschrecken. Dabei ist er der eigentlich der leichteste für dich. Du sagst mir, was auf deiner Seite zu sehen sein soll, um alles Weitere kümmere ich mich.
Wenn du magst, schau dir die Beispiele und Pakete an oder schreib mir einfach. Dann gehen wir es zusammen an.

